Single Source of Truth – Utopie oder machbare Realität?

April 14, 2026
Nachrichten

Der Begriff „Single Source of Truth“ (SSOT) ist in vielen Unternehmen ein zentrales Zielbild der digitalen Transformation.
Doch in der Praxis stellt sich die Frage:

Ist SSOT wirklich erreichbar – oder nur eine Utopie?


Die Utopie

Häufig wird SSOT als idealer Zustand verstanden:

  • Ein System für alle Daten
  • Keine Redundanzen
  • Vollständige und perfekte Datenkonsistenz

Dieses Zielbild ist theoretisch attraktiv, in der Realität jedoch kaum umsetzbar.
Moderne IT-Landschaften bestehen aus verschiedenen Systemen, Anwendungen und Schnittstellen – vollständige Zentralisierung ist daher selten sinnvoll oder möglich.


Die Realität: Ein pragmatischer Ansatz

Ein funktionierender SSOT-Ansatz basiert nicht auf einem einzigen System, sondern auf klarer Data Governance:

  • Eine führende Datenquelle je Datenart
  • Klare Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Definierte Regeln und Prozesse
  • Transparente und stabile Schnittstellen

Das Ziel ist nicht perfekte Datenreinheit, sondern:

Reduktion von Mehrdeutigkeit und Sicherstellung konsistenter Entscheidungen


SSOT ist kein IT-Projekt

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, SSOT sei ein rein technisches Thema.
Tatsächlich handelt es sich um eine organisatorische Herausforderung:

SSOT ist ein Governance-Prinzip – keine Softwarelösung

Ohne klare Verantwortlichkeiten und Regeln entstehen selbst in modernen Systemlandschaften redundante und widersprüchliche Daten.


Fazit

Single Source of Truth ist keine Utopie – aber auch kein perfekter Zustand.

Es ist ein pragmatischer Ansatz, um:

  • Datenstrukturen zu vereinfachen
  • Verantwortlichkeiten zu klären
  • Transparenz und Verlässlichkeit zu erhöhen

Der Fokus sollte nicht auf Perfektion liegen, sondern auf:

Klarheit, Struktur und Vertrauen in die Daten


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